External Entities in ABAP CDS

Neben View Entities, Custom Entities oder Table Functions gibt es in ABAP CDS auch die Möglichkeit, sogenannte External Entities zu definieren. Sie dienen dazu, Datenmodelle aus externen Quellen in die CDS-Welt einzubinden und so eine konsistente Sicht über unterschiedliche Systeme hinweg zu schaffen.


Eine External Entity wird mit der Syntax define external entity angelegt. Sie beschreibt die Struktur und die Felder eines externen Datenmodells, ohne dass dafür eine physische Tabelle oder View im lokalen SAP-System existieren muss. Stattdessen verweist die Definition auf ein extern bereitgestelltes Modell, zum Beispiel aus einem OData-Service, einer API oder einem Remote-System.

Der große Vorteil besteht darin, dass Entwicklerinnen und Entwickler mit externen Daten arbeiten können, als wären sie lokale CDS-Objekte. Dadurch lassen sich diese Entitäten nahtlos in Assoziationen, Projektionen oder Service-Definitionen einbinden. So wird eine homogene Modellierung erreicht, obwohl die Daten aus unterschiedlichen Quellen stammen.

External Entities sind insbesondere im Kontext von SAP BTP und der Integration von Cloud-Services interessant. Sie ermöglichen es, Daten aus Fremdsystemen strukturiert einzubinden, ohne dass diese zuvor physisch repliziert oder in Tabellen abgelegt werden müssen.

Zusammengefasst kann man sagen, dass External Entities die Brücke zu externen Datenwelten schlagen. Sie erweitern die Reichweite von CDS über das eigene SAP-System hinaus und machen Datenquellen aus APIs oder Cloud-Services direkt konsumierbar. Damit sind sie ein wichtiger Baustein für moderne, serviceorientierte Architekturen.